Wir waren begeistert, als Deutschlandradio und Bundeszentrale für politische Bildung uns eine Kooperation für die Jubiläumskonferenz “Der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt” angeboten haben. Doch wie berichtet man eigentlich von einer Konferenz?
Wiki oder Blog?
Wir brauchen eine Plattform, auf der wir arbeiten können. Aber welche ist die Richtige? Ein Wiki, oder ein Blog? Um dies zu entscheiden, mussten wir erst einmal überlegen, was wir umsetzen wollen.
- Die Themen müssen vorgestellt werden,
- etwas über die Teilnehmer in den Diskussionsrunden zu erfahren wäre auch schön
- und auch die Live-Berichterstattung dürfen wir nicht vergessen.
Mit einem Wiki könnten wir die Konferenzthemen erklären und die Gäste vorstellen. Aber wie können wir eine Live-Berichterstattung auf einem Wiki umsetzen?
Da wird es spannend. Ein Wiki lädt zwar jeden zum Mitarbeiten ein, aber die Form der Beiträge ist eingeschränkt. Wikis bekommen schnell den Charakter einer Nachschlageseite und sind daher für Nachrichten nicht so geeignet. Die einzelnen Beiträge lassen sich zwar problemlos erweitern, aber die Vor- und Nachbereitung einer Konferenz könnten wir nur bedingt abbilden.
Uns ist jedoch wichtig, dass unsere Leser sich mit uns vorbereiten können. Beitrag für Beitrag, Tweet für Tweet. Die Plattform muss also dynamischer sein und eine breitere Palette an Berichtsformen bieten. Auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten: Posterous, Tumblr oder WordPress – auch Storify oder paper.li haben ihren Charme.
Wir haben uns für WordPress mit dem Canvas-Theme entschieden, da es die Funktionen von WordPress und Tumblr verbindet. Damit setzen wir weniger auf Kollaboration und mehr auf die Präsentation von Informationen. Wir wollen schließlich selbst viele Inhalte produzieren. Zudem lassen sich über embed-codes Audio-Files oder Videos von externen Anbietern wie YouTube oder Soundcloud problemlos einbinden.
Ton und Bild
Die Frage nach der Plattform ist damit geklärt. WordPress bietet uns die Möglichkeit viele Formate und Medien zu nutzen. Das haben wir auch geplant: Berichte, Audio- und Videointerviews, Podcasts oder auch kuratierte Tweets, Fotos und Zitate wollen wir in den Beiträgen verwenden.
Um nicht einfach nur Interviewfragen zu stellen, haben wir den Videojournalisten Jörg Pfeiffer gebeten uns zu besuchen. Er hat uns auf die Dos und Dont’s bei Videointerviews aufmerksam gemacht, mit uns über verschiedene Interviewperspektiven gesprochen und ein Kameratraining geleitet, das unsere Grundkenntnisse vertieft hat.
Bei den Podcasts haben wir Unterstützung von hr-info-Redakteur Dirk Emig bekommen. In seinem Audio-Seminar an der Hochschule Darmstadt spielt die Sprache in Hörfunkbeiträgen ebenso eine Rolle wie die praktische Übung und der Schnitt eines Hörfunkbeitrags.
Social Media
Ein Projekt von Online-Journalisten muss auch auf Twitter, Facebook und Google Plus zu finden sein? Das stimmt so nicht ganz. Anders als dies vielleicht erwartet wurde, haben wir uns vorerst auf einen Social-Media-Kanal beschränkt.
Unsere Kommunikation läuft derzeit über Twitter: Unter @dlf50conf teilen wir interessante Links, machen auf unsere Beiträge aufmerksam und lassen unsere Follower einen Blick hinter die Kulissen werfen.
Der Kanal @dlf50stage wird dagegen erst während der Konferenztage bedient. Wir nutzen ihn um live von den Diskussionsrunden und Vorträgen zu twittern.
Unsere Entscheidung auf Twitter zu setzen soll Sie aber nicht davon abhalten unsere Beiträge auch in anderen sozialen Netzwerken zu teilen.
Am 20. Dezember besucht ein Teil unserer Projektgruppe das Funkhaus des Deutschlandradios in Köln. Über diese Exkursion halten wir Sie über Twitter und hier auf dlf50.org auf dem Laufenden.
Fotos: Fernsehkamera, “Manos Radisoglou” / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by) | Mikrofone, “Alexander Franke” / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)





[...] Von da an arbeiteten wir in unserem Projekt auf den 6. und 7. Januar 2012 hin. An diesen beiden Tagen fand im Kölner Funkhaus des Deutschlandfunks die Konferenz statt. Aber wie berichtet man eigentlich von einer Konferenz? [...]
[...] wir mit diesem Format bereits viele Erfahrungen gesammelt hatten, z.B. bei strabada.de, oder bei dlf50.org. Ein Ipad – Magazin wäre eine Herausforderung, aber wir wollten mit der Spezialisierung auf [...]